Leder
Känguruleder

Rind- oder Kängurulederkombi? Alles über Lederqualität

Da es sich bei Leder sozusagen um die „Haut“ Ihrer neuen ALNE Kombi handelt, verwenden wir nur ausgesuchtes Material der besten Qualität – damit Sie sich in Ihrer neuen Rind- oder Kängurulederkombi optimal wohl fühlen.

Wir verarbeiten deutsches Rindleder in einer Stärke von 1,2 bis 1,4 mm und Känguruleder in einer Stärke von 1,1 bis 1,2 mm. Känguru- weist gegenüber Rindleder wesentlich höhere Belastungswerte auf: 130 % mehr Scheuerfestigkeit sowie 100 % höhere Weiterreißfestigkeit. Gleichzeitig ist es 30 % leichter. Das von uns verarbeitete Känguruleder ist hydrophobiert: In einem aufwendigen Imprägnierverfahren werden die Lederfasern ummantelt. Das Leder wird dadurch wasserabweisend, ohne seine Atmungsfähigkeiten zu verlieren.

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Kängurulederkombi aus Qualitätsmaterial

Leder ist ein Naturmaterial. Jede Haut hat ihre eigenen spezifischen Merkmale wie Pigmentflecken, Aderabdrücke und ein individuelles Porenbild – dies zeigt sich auch im Leder. Das von uns verarbeitete Leder entspricht der aktuellen Gegenstandsverbotsverordnung für PCP, Chrom 6, Azofarbstoffe und Formaldehyd und ist frei von gefährlichen Inhaltsstoffen.

Die Grundlagen der Lederherstellung

Das Grundmaterial ist eine ca. 5 mm starke Rohhaut, die beim Gerben gefestigt und haltbar gemacht wird. Die erste Schicht (der Narbenspalt) misst zwischen 1,3 und 2,8 mm und bildet das vollnarbige, qualitativ hochwertige Obermaterial, das bei Bedarf noch etwas dünner gemacht wird. Die übrigen Schichten des Leders (der Spalt) werden oft für Billigprodukte verwendet und entsprechen nicht unseren Qualitätsanforderungen. Die wasserabweisende Wirkung des Leders wird durch das Hydrophobieren beim Gerbvorgang erzielt.

Warum sich Känguruleder so für Ihre Motorradkombi eignet

In Fachkreisen ist allgemein bekannt, dass Känguruleder eines der stabilsten Leder ist. Insbesondere wo dünnes und leichtes Leder benötigt wird, ist es die erste Wahl. Es wird beispielsweise für hochwertige Fußballschuhe, Motorradschutzbekleidung oder Falknergeschirr verwendet.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Reißfestigkeit von Känguruleder (bei gleicher Dicke) bis zu  zehnmal höher ist als bei Rindleder und bis zu sechsmal höher als bei Kalbleder. Känguruhaut eignet sich besonders gut für die Herstellung sehr dünnen Leders, da sie durch die Spaltung wesentlich weniger ihrer ursprünglichen Reißfestigkeit verliert als Rindleder. Spaltet man die Känguruhaut auf 20 % ihrer ursprünglichen Dicke, beträgt die Reißfestigkeit immer noch 30 bis 60 % der ungespalteten Haut. Spaltet man hingegen Rindleder auf 20 % der Ursprungsdicke, reduziert sich die Reißfestigkeit auf nur noch 1 bis 4 %.

CSIRO vergleicht Känguru- und Rindleder

Wissenschaftler haben sich die Frage gestellt, warum Känguruleder so viel stabiler als Rindleder ist. Das “Australian Commonwealth Research Institute – CSIRO” ist dieser Frage wissenschaftlich nachgegangen und zu folgenden Ergebnissen gekommen:

  1. Die Anordnung der Kollagenfaserbündel der Känguruhaut ist grundsätzlich anders als die der Rinderhaut. Die meisten Fasern sind in wellenförmigen Schichten parallel zur Hautoberfläche angeordnet und haben deshalb auf ganzer Länge Kontakt, was eine sehr hohe Reißfestigkeit begünstigt. Die Faserbündel in der Rinderhaut sind hingegen dreidimensional miteinander verflochten und scheinen nur an den Kreuzungspunkten Kontakt zu haben. Nicht selten verlaufen die Fasern sogar in einem Winkel von bis zu 90 Grad zur Hautoberfläche. Wird das Leder gespalten, werden die Fasern, die nicht parallel zur Oberfläche verlaufen, durchtrennt, wodurch die Stabilität stark verringert wird.
  2. Die Dicke der Oberhaut von Rindern beträgt nur ca. ein Fünftel der gesamten Hautdicke. Die unteren vier Fünftel sind bezüglich der Fasergröße und -anordnung deutlich abgesetzt. In der Känguruhaut gibt es keinen solchen Übergang, sondern eine durchgehende kompakte Anordnung der Faserbündel.
  3. Im Gegensatz zu Rinderhaut hat die Känguruhaut keine Schweißdrüsen und keine Haaraufrichtemuskeln (M. arrector pili), die die Faserstruktur unterbrechen und die Festigkeit herabsetzen.
  4. Die Anordnung der Kollagenfasern in der Känguruhaut entspricht mehr der von Reptilien und Vögeln als der von Rindern.

Wenn Sie sich für eine Kängurulederkombi entscheiden, profitieren Sie von der Robustheit und Leichtheit des verwendeten Leders. Sie sind noch unsicher, ob Sie sich für eine Känguru- oder Rindlederkombi entscheiden? Wir beraten Sie gerne!